Betreuung bis in den Krei?saal

Dr. Johannes Dingler leitet das Welcome Center der Universit?t Konstanz, das seit knapp vier Jahren die Betreuung und Unterstützung internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler übernimmt, die für einen Aufenthalt nach Konstanz kommen. Gerade hat Johannes Dingler gemeinsam mit dem Rektor der Universit?t, Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Rüdiger, einen Jubil?ums-Gast im Welcome Center begrü?t: zum 1000. Mal wurde ein internationaler Gast in Konstanz willkommen gehei?en. Derzeit betreut das Welcome Center rund 300 F?lle im Jahr, von denen die meisten aus China, Russland, Indien und den USA an den Bodensee kommen. Insgesamt wurden bisher durch das Welcome Center der Universit?t Konstanz Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 78 L?ndern betreut.
Dr. Johannes Dingler leitet das Welcome Center der Universit?t Konstanz, das seit knapp vier Jahren die Betreuung und Unterstützung internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler übernimmt, die für einen Aufenthalt nach Konstanz kommen. Gerade hat Johannes Dingler gemeinsam mit dem Rektor der Universit?t, Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Rüdiger, einen Jubil?ums-Gast im Welcome Center begrü?t: zum 1000. Mal wurde ein internationaler Gast in Konstanz willkommen gehei?en. Derzeit betreut das Welcome Center rund 300 F?lle im Jahr, von denen die meisten aus China, Russland, Indien und den USA an den Bodensee kommen. Insgesamt wurden bisher durch das Welcome Center der Universit?t Konstanz Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 78 L?ndern betreut.

Das Welcome Center der Universit?t Konstanz hat am Dienstag, 22. Mai 2012, zum 1000. Mal einen internationalen Gast begrü?t. ?Im Gespr?ch“ hat Dr. Johannes Dingler befragt, was das Konstanzer Welcome Center auszeichnet.


Herr Dingler, Sie haben gerade zum 1000. Mal einen internationalen Gast im Welcome Center begrü?en dürfen, ein Grund zum Feiern?

Ein guter Grund um kurz inne zu halten und auf das seit Gründung des Welcome Centers im August 2008 Geleistete zurückzublicken. Seither ist ja einiges passiert. Gleichzeitig freuen wir uns natürlich auf die kommenden 1.000 G?ste, denn wir haben schon jetzt eine Liste der n?chsten 80 Wissenschaftler, die wir in naher Zukunft an der Universit?t Konstanz begrü?en werden.


Was zeichnet das Konstanzer Welcome Center deutschlandweit aus?

Mein Eindruck ist, dass uns von den anderen Universit?ten unser ?Full-Service-Konzept“ abgrenzt. Ich glaube, dass unser Anspruch, von zentraler Stelle ein so umfangreiches Angebot wie nur m?glich anzubieten, sogar ein Alleinstellungsmerkmal ist. Full Service hei?t für uns eine intensive Betreuung der Wissenschaftler in allen Bereichen und über den gesamten Zeitraum ihres Aufenthaltes und darüber hinaus. Also bis nach ihrer Abreise, wenn zum Beispiel nachtr?glich noch Rechnungen oder Vertragskündigungen anstehen. Darüber hinaus ist unser aktives Fallmanagement etwas Besonderes, wir gehen von uns aus auf unsere G?ste zu, bevor wichtige Termine oder Fristen anstehen, also Visa ablaufen oder Abreisen geplant werden müssen. So ersparen wir unseren G?sten den ?rger mit abgelaufenen Terminen und k?nnen rechtzeitig und in Ruhe das Notwendige veranlassen.


Also ein Rundum-Sorglos-Paket für Konstanzer Wissenschaftler?

Ich würde es nicht so nennen, aber genau das ist im Prinzip unsere Idee – und unser Konzept. Natürlich k?nnten kritische Stimmen auch sagen, wir würden einen ?Babysitterservice“ anbieten und unsere G?ste entmündigen, aber wir vertreten nun mal keinen p?dagogischen sondern einen Service-Ansatz. Die internationalen Wissenschaftler sollen hier nicht erzogen werden, sondern forschen und einen erfolgreichen und m?glichst angenehmen Aufenthalt in Konstanz verbringen. Sie k?nnen sich frei für oder gegen unseren Service entscheiden. Man untersch?tzt vielleicht auch, wie viel den internationalen G?sten unsere Unterstützung bedeutet: Die meisten w?ren sp?testens bei den Beh?rdeng?ngen hilflos, weil sie sich in deutschen ?mtern auf Englisch nicht verst?ndigen k?nnen und die kulturellen 明升体育_足球竞彩网-官网e nicht verstehen. Unsere Begleitung bietet ihnen Hilfe, Sicherheit und Unterstützung.


Gibt es Grenzen der Betreuung, bei denen das Welcome Center nicht mehr weiterhilft?

Im Prinzip sehen wir keine Grenzen au?er wenn wir klar erkennen k?nnen, dass uns die Anfrage überfordert oder dass falsche Erwartungen vorherrschen. Neulich hatten wir einen indischen Gastwissenschaftler hier, dessen Frau in Deutschland schwanger wurde und sich von einer meiner Kolleginnen zum Frauenarzt und auch bei der Besichtigung des Krei?saals begleiten lie?. Stellen Sie sich diese Situation für sich selbst vor und wie dankbar Sie w?ren, in solchen Momenten muttersprachliche und kompetente Unterstützung zu bekommen. Wir finden deshalb alle Wünsche an uns legitim, was natürlich manchmal auch zu abwegigen Anfragen führt. Einmal wurden wir nach einem Hunde-Babysitter gefragt, mussten aber abwinken, da es den n?chsten erst in Stuttgart gibt.


Wie wird das Angebot von den G?sten aufgenommen?

Viele erwarten ein solches Angebot nicht und sind positiv überrascht und sehr dankbar. Natürlich geh?rt zu der Betreuung auch, dass wir ein enges Vertrauensverh?ltnis zu den einzelnen G?sten aufbauen, da wir ja über finanzielle, gesundheitliche und alle m?glichen individuellen Probleme Bescheid wissen, wenn wir bei Arztbesuchen helfen oder die Kontoer?ffnung begleiten. Insgesamt ist es aber ein sehr dankbarer Beruf, weil zun?chst wenig erwartet wird und daher alles mit Begeisterung angenommen wird. Der Anspruch an uns selbst ist da natürlich h?her.


Wann ist denn nach Ihrem Ma?stab ein Fall erfolgreich betreut?

Das f?ngt schon bei der Wohnungssuche an, die eine der ersten und in Konstanz leider auch eine der schwierigsten Herausforderungen ist. Abgesehen davon, dass das knappe Wohnungsangebot an sich schon schwierig ist, gilt es für uns natürlich auch, auf die unterschiedlichen Vorstellungen zu Budget oder Ausstattung der Unterkunft einzugehen, die sehr verschieden sein k?nnen. Aber es gibt auch an sich sehr schwierige F?lle, die unl?sbar scheinen und von uns gel?st werden müssen. Neulich wurde uns ein Ehepaar aus dem Iran angekündigt. Allein die Beschaffung der Visa für die beiden hat über drei Monate gedauert. Im n?chsten Schritt stellte sich heraus, dass es für die beiden keine M?glichkeit gab, die vorab notwendige Kaution für die Unterkunft aus dem Iran hierher zu überweisen, auch das haben wir gel?st. Als sie schlie?lich hier waren und wir ein Konto für sie er?ffnen wollten, stellten sich die Banken quer und verwiesen auf Vorschriften, die ein Bankkonto für Iraner in den ersten sechs Aufenthaltsmonaten ausschlie?en. Letztendlich waren wir auch in diesem Fall darin erfolgreich, ein Konto zu er?ffnen. Wenn wir es schaffen, all diese Hürden gemeinsam zu l?sen und den Wissenschaftlern gleichzeitig vermitteln k?nnen, dass sie trotz dieser Schwierigkeiten hier willkommen sind und die Universit?t sich auf sie freut – dann haben wir Erfolg!


Welche Pl?ne haben Sie für das Welcome Center?

Unsere Erweiterungsideen beziehen sich unter anderem auf die Integration der G?ste in Deutschland. Hier besteht nach unseren Erfahrungen eine sehr gro?e Nachfrage. Es gibt verschiedene Bereiche, an denen wir ansetzen wollen. Einmal das Feld der sozialen Integration, in dem wir zwar bereits Veranstaltungen wie einen internationalen Stammtisch oder ein Seminar zum Deutschen Bildungs- und Hochschulsystem anbieten, aber wir k?nnen uns da noch weitere Ma?nahmen wie ein Tandem- und Mentorenprogramm oder auch Seminare zur interkulturellen Kommunikation oder zu Themen vorstellen in denen wir praktische Informationen zu Deutschland vermitteln. So sind beispielsweise deutsche ?ffnungszeiten und Feiertage genauso ein Thema, wie das politische System oder ?hnliches. Darüber hinaus m?chten wir gerne auch den Bereich der kulturellen, regionalen und schlie?lich auch der akademischen Integration mit verschiedenen Ma?nahmen und Angeboten f?rdern.

Weitere Informationen:

Presseinformation Nr. 77 vom 23. Mai 2012

Dr. Johannes Dingler...

leitet das Welcome Center der Universit?t Konstanz, das seit knapp vier Jahren die Betreuung und Unterstützung internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler übernimmt, die für einen Aufenthalt nach Konstanz kommen. Gerade hat Johannes Dingler gemeinsam mit dem Rektor der Universit?t, Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Rüdiger, einen Jubil?ums-Gast im Welcome Center begrü?t: zum 1000. Mal wurde ein internationaler Gast in Konstanz willkommen gehei?en. Derzeit betreut das Welcome Center rund 300 F?lle im Jahr, von denen die meisten aus China, Russland, Indien und den USA an den Bodensee kommen. Insgesamt wurden bisher durch das Welcome Center der Universit?t Konstanz Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 78 L?ndern betreut.